Militärische Ausbildung

Ausflug am Honisch Beach Niedernberg

20.07.2019, von Christian Ruppert, Niedernberg

Bei herrlichem Sonnenschein am Samstag, den 20. Juli 2019 trafen sich die Kameraden des Wettkampfkaders Aschaffenburg und weitere Interessierte zur diesjährigen Militärpatrouille in Niedernberg. An diesem Tag hat es viele Leute nach Niedernberg getrieben, die einen badeten am Honisch Beach, die anderen in Schweiß.

Nach der Begrüßung durch den Leitenden, Oberstleutnant d. R. Patrik Eberwein, ging es auch schon Schlag auf Schlag. Material, Waffen, Munition und Verpflegungsempfang, an diesem Tag durch Einmannpackung (EPa) sichergestellt, Befehlsausgabe und Abmarschbereitschaft herstellen. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und die erste Gruppe meldete sich ab. Der Auftrag der Patrouille war es, Kontakt zur Bevölkerung herzustellen und gefährdete Infrastruktur zu überwachen.

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Foto: Alexander Menk

Gruppe beim durchqueren des Silbersees

Kaum unterwegs gab es auch schon das erste Hindernis auf dem Patrouillenweg. Es blieb, um den Auftrag weiter fortsetzen zu können, nur eine Möglichkeit und die bestand darin, sich mit einem Zeltbahnpaket schwimmend an das andere Ufer zu begeben. Kaum war diese Hürde gemeistert stiegen die Kameraden in das herangeholte Schlauchboot, um den Rest der Strecke damit zurück zu legen. Geschafft, der Silbersee war überquert und es konnte weiter marschiert werden.

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Foto: Walter Reinhard

Auf der 11 Kilometer langen Patrouille erwartete die Gruppen als nächstes die Aufgabe einen Druckverband und Tourniquet anzulegen. Hatten die Gruppen nun gehofft eine kleine Verschnaufpause zu haben, hatten sie sich geirrt, denn kaum um die nächste Ecke gebogen, kam auch schon der nächste Auftrag, der darin bestand feindliche Kräfte mit Handgranaten auszuschalten. Im Anschluss musste die Gruppe noch mit Hilfe des DF Entfernungen zu verschiedenen Gebäuden ermitteln.

Weiter ging es zur Station Waffenkiste. Hier mussten die Waffen MG3, G36 und die P8 wieder zusammengesetzt werden. Nun wurde der Patrouillenweg durch das Leitungsteam geändert und die Gruppen direkt in einen Hinterhalt gelotst. Als die Gruppen diese Aufgabe ebenfalls gemeistert hatten ging es auf den Weg nach Hause.

Als die Gruppen ihren Startpunkt erreichten, ging es an die Nachbereitung der Waffen und Ausrüstung, das ebenfalls einen erheblichen Anteil an Zeit kostet.

Um solch eine Veranstaltung zu gewährleisten, bedarf es eine Menge Helfer. Daher ein herzliches Dankeschön an die RK Untermain, die mit Masse das Funktionspersonal gestellt hat, die Wasserwacht vom Bayerischen Roten Kreuz, die mit ihrem Motorboot und Taucher gut auf uns aufgepasst haben, dem FwRes Aschaffenburg Stabsfeldwebel Thomas Schinkmann, der unermüdlich die benötigten Materialien für diese Übung zusammengetragen hat und alle anderen, die tatkräftigt mitgewirkt haben.
Obwohl dies eine dienstliche Veranstaltung war und normalerweise eine Teilnahme mit erreichen des 65. Geburtstages nicht mehr möglich ist, haben die Kameraden Oberleutnant d.R. Joachim Bopst und Stabsfeldwebel d.R. Franz Englert durch eine Einladung den Leitenden Oberstleutnant d.R. Patrik Eberwein hilfreich unter die Arme gegriffen. Zuletzt ein Dankeschön an die Teilnehmer für diesen gelungen Tag.