Militärische Ausbildung

Italian Raid Commando

16.06.2019, von Simon Schiele, Lombardia

Am 13. Juni war es wieder so weit: Nach einem Jahr der Vorbereitung und des Wartens hieß es für uns drei Kameraden des Wettkampfkaders: Auf nach Lombardia zum Italian Raid Commando! (www.italianraidcommando.it).
Unterstützt wurden wir – OGefr d.R. Alexander Menk, OGefr d.R. Hagen Isensee, Lt d.R. Simon Schiele – in bewährter Manier durch unseren Mittelfranken HptFw Roland Kronschnabel. Letztes Jahr belegten wir einen guten 22. Platz. Dieses Jahr wollten wir besser sein.

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Aus den Fehlern des letzten Jahres hatten wir schon gelernt, dass wir einen Tag früher anfahren. So konnten wir in der Nacht auf Freitag noch etwas schlafen. Um 10:00 Uhr wurden wir tatsächlich pünktlich zum Schießstand in die Schweiz verlegt. Nach vier Stunden Wartezeit vor Ort, ging es auch für unsere Mannschaft ans Schießen. Die Übungen glichen denen des letzten Jahres: Nahbereichsschießen mit Pistolen und dem schweizer Sturmgewehr FASS 90, welches dem G3 ähnelt. Dann ging es auf größere Distanzen: Eidgenössisches Feldschießen mit dem FASS 90 auf 300 m und Schießen mit dem Karabiner K31, mit dem man auch auf 300 m erstaunlich gut treffen kann. Abgerundet wurde das Ganze wieder durch ein Schießen mit der Armbrust, bei dem wir wie letztes Jahr eine überragende Leistung ablegten. So kamen wir beim Schießen immerhin auf einen sehr guten 8. Platz (von 35 Mannschaften).

Mit großer Verspätung ging es wieder zurück. Jetzt schnell verpflegen, Ausrüstung und Marschgepäck vorbereiten, dann zum Briefing. Wir bilden einen Spähtrupp, der feindliche Guerilla-Kräfte aufklären und vernichten soll, um im Rahmen einer Friedenssicherungsmission eine Hauptversorgungsroute zu sichern.

Um 22:30 Uhr ging es los. Auf der 42 km langen Strecke erwarteten uns viele, teils hoch spezialisierte Stationen: motorisierte Patrouille, Aufklärung, Fernmeldewesen, Gewässerüberquerung und Durchqueren eines Minenfeldes, Stürmen eines Gebäudes, Umgang mit einem Mörser, Eilmarsch, Erste Hilfe und Betreiben eines Temporary Check Points.

Die Temperaturen waren erträglicher als letztes Jahr auch, weil ein großer Teil der Strecke durch Wald verlief. Die Motivation war hoch, sodass wir auch an den exotischeren Stationen durch gute Improvisation gut Punkten konnten. Um 15:20 Uhr kamen wir samstags ins Ziel.

Der Abend wurde der Kameradschaftspflege mit anderen deutschen Mannschaften und denen aus anderen Nationen gewidmet. Immerhin waren neben den Italienern und uns Deutschen auch Groß-Britannien, Holland, Schweiz, die USA und allen voran Lettland vertreten, welches die Siegermannschaft stellte.

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Nach der Parade am Sonntag gab es die Siegerehrung. Unser Team erreichte den 16. Platz – Ziel erreicht! Unser Ziel für nächstes Jahr – falls wir wieder antreten dürfen: unter die Top 10 kommen und einen Pokal nach Hause bringen!

Wir danken dem RegStTerrAufg Nord für die Genehmigung, dass wir an diesem Wettkampf teilnehmen durften und unseren Begleitpersonen HptFw Göschel, OStGefr Lipposak, StFw Pöfelein und Lt Russin!

Vielen Dank auch unserem FwRes StFw Schinkmann und der Kreisgruppe für die hervorragenden Ausbildungen, mit denen wir uns auf die Wettkämpfe vorbereiten können.