| |
Sicherheitspolitische Informationen
|
Der Nordpol als Krisen-Gebiet
Alle umweltpolitischen Diskussionen beklagen vor allem das Schmelzen der Eisdecke am Nordpol und die Auswirkungen auf Europa durch Erhöhung des Wasserspiegels und damitÜberschwemmungen von tiefer gelegenen Teilen des Landes. Diese Veränderungen am Nordpol haben aber auch die angrenzenden Staaten auf den Plan gerufen. Mit einer Fläche von rund 26. Mio Quadratkilometern ist die Arktis rund doppelt so gross wie Europa. Und die angrenzenden Staaten Kanada, USA, Russland, Norwegen und Dänemark (mit Grönland) wollen so viel wie möglich „von dem Kuchen für sich abschneiden“, wenn das Eis zurück geht. Denn es werden unter dem Eis erhebliche Lagerstätten von Öl und Gas vermutet. Und mit schmelzendem Eis ist die Ausbeutung näher gerückt.
Von: Dietrich Pohlmann
|
| |
Auf dem Weg zur Europa-Armee?
Ende März 2007 feierte man den 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge,der Gründungsdokumente der Europäischen Union. Bundeskanzlerin Merkel hat bei dieserGelegenheit in einem Interview für die BILD-Zeitung geäussert: In der EU müssen wir einergemeinsamen europäischen Armee näher kommen. Gab es diese Idee nicht schon vor 50Jahren?
Von: Dietrich Pohlmann
|
| |
Europas nächster KALTER KRIEG?
Zur Parade am 14. Juli 2007, dem französischen Nationalfeiertag, hatte Staatspräsident Sarkozy militärische Abordnungen aus allen EU-Staaten eingeladen. Er wollte damit ein Zeichen setzen für die sich gut entwickelnde europäische Sicherheitspolitik. Aber diese allein bringt Europa noch keine garantierte Sicherheit: Eine Armee kann ohne Energie verschiedener Art nicht zum Einsatz kommen. Und ohne wirtschaftlichen Hintergrund auch nicht. Deshalb ist die Energie-Versorgung Europas ein Sicherheitsproblem, dem die Regierungen bisher zu wenig Beachtung geschenkt haben. Die Energie-Versorgung wurde vielfach als eine Wirtschaftsangelegenheit von Angebot und Nachfrage gesehen, die man privat-wirtschaftlichen Energie-Firmen überlassen konnte. Aber seit Russland in 2006 die Gaslieferungen in die Ukraine aus politischen Gründen gestoppt hatte, wird auch in Deutschland die Energie-Versorgung als ein wesentlicher Teil der Aussen- und Sicherheitspolitik gesehen.
Von: Dietrich Pohlmann
|
| |
Kosovo – eine unendliche Geschichte
Nach Rückkehr vom Kommando als KFOR-Befehlshaber berichtete General Dr. Reinhardt von einem Gespräch mit einem orthodoxen Würdenträger. Auf die Frage, wie lange noch deutsche Soldaten im Kosovo bleiben müssten, antwortete dieser: 20 bis 25 Jahre – eine Generation lang. Damals belächelte man diese Aussage – aber heute ist die Bundeswehr schon acht Jahre im Kosovo engagiert.
Von: Dietrich Pohlmann
|
| |
Europäische Streitmacht – die EU BATTLE GROUP
Dass Deutschland derzeit mit der Bundeskanzlerin die EU-Präsidentin stellt und damit für ein halbes Jahr die Politik der Europäischen Union bestimmt, ist allgemein bekannt. Dass Deutschland aber auch die Führung eines EU-Gefechtsverbandes zur schnellen Krisenreaktion übernommen hat, ist weniger bekannt. Diese EU Battle Group (EU-BG) ist ein selbstständiger Kampfverband und soll innerhalb von 5 – 10 Tagen bereitstehen für einen Einsatz, der bis zu 7 Tagen dauern kann, ehe er von anderen Truppen verstärkt werden muss.
Von: Dietrich Pohlmann
|
| |
Bundeswehr im Kongo und …?
Der Einsatz der 800 Bundeswehr-Soldaten im Kongo im Rahmen der EURO RD zusammen mit 1600 französischen und spanischen Soldaten ist nach vier Monaten planmässig und ohne Verluste beendet worden. Was viele Skeptiker nicht glauben wollten und Verteidigungsminister Dr. Jung versprochen hatte: Zu Weihnachten waren die Soldaten wieder zu Hause. Hätte der Einsatz verlängert werden sollen, wozu vor allem Frankreich drängte? Bisher ist nicht zu erkennen, dass es notwendig geworden wäre.
Von: Dietrich Pohlmann
|
| |
| | |