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Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.
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Aschaffenburg, Juli 2008, AM

Bild: Schlauchbootrennen der KatastrophenschutzkräfteSchlauchbootrennen der Katastrophenschutzkräfte

Am Samstag, den 26. Juli 2008 fand vor dem Aschaffenburger Schloss das Schlauchbootrennen der Katastrophenschutzkräfte statt. Gestartet sind das THW, BRK, MHD, Polizei, Feuerwehr, Klinikum, Rettungsleitstelle und zum ersten Mal die Aschaffenburger Reservisten.

26. Juli 2008 welch denkwürdiger Tag! Gab es doch für uns Reservisten gleich zwei Premieren. Zum ersten wurden wir in den erlauchten Kreis der Schlauchbootrenner aufgenommen und konnten uns aus dem Stand einen Eintrag in die Siegeranalen dieses großartigen Wettstreits erkämpfen!

Gewohnt pünktlich trafen wir, auf Einladung der Veranstalter von MHD und THW, am Entscheidungssamstag um High Noon, am Theoderichstor ein und schlugen unser Lager auf. Patrik Eberwein hatte speziell zu diesem Anlass Mannschafts-T-Shirts erstellt, damit wir im einheitlichen Outfit auftreten konnten. Dass wir mit Ernst an den Wettkampf herangingen, erkannten die 9 anderen Mannschaften spätestens, als unser Coach Michael Lippert, der sich als Profi dem Fairplay Gedanken folgend auf beratende Beiträge beschränkte, alle Teilnehmer in Reihe antreten lies und Mannschaftsvariationen, nachallen wassersportwettkämpferischen Gesichtspunkten, wie Gewichtsverteilung, Schlaglänge usw. einteilte. Danach erhielten wir eine kurze Einweisung in nautische Begrifflichkeiten, den Grundzügen des Paddelns und der Bootslenkung, sowie man die Strömung bei Manövern ausnutzt.

Mit diesem Wissen ausgerüstet trafen wir bei der Rennleitung ein und ließen uns über den Ablauf des Wettkampfs und der Strecke informieren. Die 10 Teams der Aschaffenburger Rettungskräfte sollten in zwei Gruppen aufgeteilt, jeder Gegen jeden, ihre Plätze auskämpfen. Danach treten jeweils die zwei Gruppenerstplatzierten im Kampf um Platz eins und zwei, die beiden zweiten aus den Gruppen im Streit um Platz drei und vier usw. an. Die Strecke war ein Rundkurs ab der Bootseinlassstelle bis zur Boje, die die Sandbank markiert, und zurück.

Der erste Vergleich ging deutlich zu unseren Gunsten aus. Den nächsten gegen die Feuerwehr verloren wir wegen unserer Fair Play Einstellung. Die stark Schlappeseppel gedopte Mannschaft der Feuerwehr schnitt unsern Kurs, so dass wir bei unserer Wende mit ihnen kollidierten und unseren Schwung an sie übertrugen, da wir darauf verzichteten sie so zu rammen, dass sie sich aus dem Kurs drehten. Trotz allem Einsatz konnten wir sie auf der Zielgeradennicht mehr einholen.

Doch wollen wir uns nicht beschweren, denn alle Teilnehmer hatten mit den gleichen „Problemen“ zu kämpfen und die Wende an der Boje entwickelte sich zur Entscheidungsszene. Einmalig war in diesem Zusammenhang die epische Schlacht an der Boje zwischen der Polizei und uns Reservisten, von denen noch unsere Enkel ihren Kinder zu Berichten werden wissen! Mit Schlachtrufen wie „Rache für die Knöllchen“, „Für die Flensburger Schmach“, kam es zu einer solchen Verwicklung, dass keines der beiden ineinander verkeilten Boote die Ziellinie passierte, sondern Stromaufwärts an der Böschung landete. In Anerkennung an diese Leistung und Einsatzwillen verteilte die Wettkampfleitung einen Punkt an jede Mannschaft. Zufrieden mit diesem Remis gingen beide Mannschaften lachend Arm in Arm an Land. Als es am Ende jedoch wegen Punktgleichstands zwischen der Polizei und uns zu einem Stechen kommen sollte, suchten alle, um die Leistungsfähigkeit und Siegeswillen ihrer Kontrahenten wissend, um eine andere Lösung: Je ein Teilnehmer aus jedem Lager sollte in einem Wettschwimmen zur Boje um den Sieg seiner Mannschaft kämpfen. Gespannt standen alle Teilnehmer am Ufer um zu sehen wie unser Andy Langrehr seinen Kameraden von der Polizei, trotz dessen beachtlicher Schwimmleistung, klar schlug. Der Jubel von unserer Seite war in der ganzen Stadt zu hören, getragen von der Euphorie dieses Sieges war das Rennen um Platz 3 schon so gut wie entschieden.

Doch bestand der Tag nicht nur aus Wettkampf. Durch die Wartezeit zwischen den Rennen gab es genügend Zeit, die andern Teilnehmer und Organisationen besser kennenzulernen. Gegen 1600 Uhr halfen alle zusammen die Ausrüstung und Boote zu verladen und man verabredete sich um 1900 Uhr in der Gaststätte zum Roten Kopf zur Siegerehrung.

Dort übergab Dr. Meinhard Gruber den teilnehmenden Mannschaften eine Urkunde und einen Siegerpokal und man saß noch lange Zusammen und aß, trank und lachte Miteinander.

Hier die Platzierung: (Platz 6 und Platz 1 gibt es wegen Punktegleichstand doppelt!)
  • 8. Platz: Rettungsleitstelle Aschaffenburg
  • 7. Platz: Malteser Hilfsdienst Aschaffenburg
  • 6. Platz: Klinikum Aschaffenburg
  • 6. Platz: BRK Aschaffenburg Ehrenamt
  • 5. Platz: Technisches Hilfswerk OV Aschaffenburg
  • 4. Platz: Polizei Aschaffenburg
  • 3. Platz: BRK Aschaffenburg Hauptamt
  • 2. Platz: Reservisten Kreisgruppe Aschaffenburg
  • 1. Platz: Feuerwehr Aschaffenburg Löschzug 1
  • 1. Platz: Feuerwehr Aschaffenburg Löschzug 7

von: Alexander Mertel


Ergänzende Informationen:

  • Bilder   von der Siegerehrung
  • Bilder   vom Schlauchbootrennen


Letzte Änderung am: Montag den 28. Juli 2008


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