

| Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. Kreisgruppe Aschaffenburg |
Von Winfried Stecher,Weibersbrunn
Am Samstag, den 06. März 2010 fand in Weibersbrunn die ganztägige DVag Ausbildung Karte, Kompass, Bezugspunktverfahren, Fm Betriebssprache, Funkgerätebedienung mit anschließendem Orientierungsmarsch und integrierter Funkübung statt. Durch starke Schneefälle über Nacht war der O-Marsch eine besondere Herausforderung.
Die Reservistenkameradschaft Weibersbrunn stellte wieder ihr RK-Heim für die Ausbildung zur Verfügung. Bis 0800 Uhr sollten alle Teilnehmer eingetroffen sein, was durch die starken Schneefälle nicht möglich war. Ein Räumfahrzeug musste erst die Strecke zum RK-Heim von den 20 cm Neuschnee befreien. Dennoch konnte die Ausbildung pünktlich um 08.30 Uhr begonnen werden.
KrsOrgLtr und Leitender der Dienstlichen Veranstaltung, OStFw Winfried Stecher begrüßte die Teilnehmer und freute sich, dass auch Reservisten aus dem hessischen Bereich anwesend waren.
Nach Dankesworte an die RK Weibersbrunn für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und Mithilfe bei der Durchführung sowie Bereitstellung der Verpflegung und an den BeaFMF der KrsGrp AB, StUffz Christian Ruppert für die Ausarbeitung des O-Marsches und Zuführung des Materials begann Winfried Stecher mit dem ersten Ausbildungsabschnitt Karte, Kompass und Bezugspunktverfahren.
Was ist eine Karte, was bedeutet Maßstab, wie kommt das UTM-Gitter zu Stande und was kann ich damit anfangen.
Ortsangaben mit dem Planzeiger, auf 1.000 Meter und auf 100 Meter genau.
Das Schleiern von Ortsangaben nach dem Bezugspunktverfahren.
Ermitteln von Kompasszahlen aus der Karte mit Hilfe des West-Ost-Bandes.
Übertragen von Kompasszahlen in die Natur und ermitteln in der Natur
sowie Marsch nach Kompasszahl.
Nach einer Pause, gestärkt durch selbst gebackene Kuchen durch Reservisten-Frauen aus Weibersbrunn ging es zum zweiten Ausbildungsabschnitt.
FmAusbildung war der Schwerpunkt.
Aufbau und Gebrauch der Sprechtafel. OStFw Stecher erklärte die Inhalte und den Gebrauch von Decknamen, taktischen und logistischen Begriffen, Ortsangaben, Numeral-Code, Authentisierungs-Code, Anrufarten, Sprechweise etc..
Das Schleiern und Authentisieren wurde erklärt und geübt.
Dann ging es über zur Geräteausbildung. Das SEM 70 und das SEM 52S mussten in Betrieb genommen, überprüft, Batteriewechsel durchgeführt und Störungen beseitigt werden.
Dazu wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe übernahm StUffz Christian Ruppert und bildete am SEM 70 aus. Die andere Gruppe übernahm Winfried Stecher mit dem SEM 52S. Danach Stationswechsel.
Zwischenzeitlich hatte Christian Ruppert, bedingt durch die Schneelage, eine neue Strecke erkundet, die Stationsschilder gesteckt und neue Marschaufträge ausgearbeitet.
Noch vor dem Mittagessen wurden die Marschierer in vier Gruppen eingeteilt, das Material und der erste Auftrag übergeben.
Um 12.45 Uhr starteten die ersten 2 Mannschaften ausgerüstet mit Funkgeräten, Sprechtafel, DF, Karte und Kompass. Die eine startete im Uhrzeigersinn, die andere gegen dem Uhrzeigersinn.
Auf einer Strecke von ca. 3,5 km waren 8 Stationen anzulaufen. Verschiedene Aufträge und die Marschaufträge wurden über Funk, natürlich verschleiert, übermittelt.
Trotz den erschwerten Marschbedingungen (teilweise 30 cm Schnee) erreichten die Gruppen pünktlich und ohne Verletzungen das Ziel und der Leitende konnte nach der Abschlussbesprechung und Vollzähligkeitsüberprüfung um 17.00 Uhr die DVag beenden.
Fazit: Ein anstrengender aber erfolgreicher Ausbildungstag.